Ende einer Tradition

Während die Fabriken wuchsen, hielten einzelne Meister das alte Handwerk am Leben – bis auch die letzte selbstständige Werkstatt der Stadt schliessen musste.

Karl und Horst Schönbrunn

Nach Flucht und Vertreibung aus Schlesien übernahm der Schuhmacher Karl Schönbrunn (1910–1990) nach dem Zweiten Weltkrieg eine Werkstatt in der Region Leipzig. Sein Sohn Horst (1934–2020) lernte das Handwerk bei ihm, legte 1961 die Meisterprüfung ab und führte den Betrieb gemeinsam mit dem Vater fort – vor allem mit der Reparatur von Schuhen.

Das Ende im Jahr 1979

1979 musste die Werkstatt schliessen: Der Vater schied altersbedingt aus, dem Sohn wurde die Genehmigung zur selbstständigen Weiterführung verweigert, da er sich nicht der staatlichen Handwerksgenossenschaft (PGH) anschliessen wollte. Horst Schönbrunn wechselte als Modelleur in die Schuhfabrik „Bella“, wo er neue Schuhmodelle mitentwickelte.

Für Freunde und Familie reparierte er weiterhin Schuhe – und engagierte sich später viele Jahre für das Stadtmuseum Groitzsch und die Erinnerung an die Schuhmachertradition seiner Heimatstadt.

Zwei Schumacher bei der Arbeit
Foto: Stadtmuseum Groitzsch
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Stadtmuseum Groitzsch

Gebäude "Alte Wache"
Albin-Jahn-Gasse 2
04539 Groitzsch

Öffnungszeiten

Sonnabend 10 bis 12 Uhr

oder nach Vereinbarung.

Führungen
für Gruppen und Schulklassen
nach Vereinbarung.

Kontaktpersonen

Dietmar Schäfer
Telefon: 034296 42867
E-Mail: dietmarschaefer@gmx.de

Stadtverwaltung Groitzsch
Sylvia Benndorf
Telefon: 034296 45136
E-Mail: sylvia.benndorf@groitzsch.de